Mit scharfem Blick und persönlicher Perspektive berichtet der junge Aktivist Jakob Springfeld in seinem Buch „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert“ über politische Kämpfe, Jugendproteste und das Lebensgefühl in Ostdeutschland. Dabei geht es ihm nicht um einfache Erklärungen, sondern um einen ehrlichen Austausch – zwischen Ost und West, Jung und Alt, Stadt und Land sowie unterschiedlichen politischen Hintergründen. Bei der Veranstaltung im Stadtlabor Wittenberg liest er Auszüge aus seinem Buch und gibt im Talk Einblicke in seinen Aktivismus.
Datum: 20. August 2026
Uhrzeit: 19-21 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
Ort: Stadtlabor Wittenberg, Markt 3, 06886 Wittenberg
Anmeldung: über das untenstehende Formular
Die Veranstaltung ist kostenfrei
Jakob Springfeld ist Student und 2002 in Zwickau geboren und aufgewachsen. In Stuttgart erhielt er die Theodor-Heuss-Medaille für besonderes Engagement für Demokratie und Bürgerrechte. ZEIT-Campus hat ihn zu den 100 wichtigsten Ostdeutschen ernannt. In seinem Buch beschreibt er, warum im Osten der Boden für die Instrumentalisierung von Existenzängsten besonders fruchtbar ist. Aber struktureller Rassismus und Rechtsextremismus sind Probleme, aus denen eine gesamtdeutsche Bedrohung hervorgeht, in Halle wie in Hanau. Jakob Springfeld zeigt, wie ein westdeutsch geprägter Blick den Osten häufig auf Rechtsextremismus und Krisen reduziert und dabei übersieht, dass die Gefährdung unserer Demokratie eine gesamtdeutsche Herausforderung ist.